Beleuchtungen in Explosionszonen – einfach erklärt
Anwendungsbeschreibung für Ex Beleuchtungen
In manchen Arbeitsbereichen können Gase, Dämpfe, Nebel oder brennbare Stäube auftreten, die sich mit Luft zu einer explosionsfähigen Atmosphäre verbinden. Solche Bereiche werden als Explosionszonen – oft kurz EX-Zonen – bezeichnet. Damit es in diesen Bereichen nicht zu einer Explosion kommt, müssen alle eingesetzten Geräte, einschließlich der Beleuchtung, besonders sicher gebaut sein.
Wenn eine Lampe in einer normalen Umgebung funkt, heiß wird oder einen kleinen Kurzschluss hat, passiert meist nichts. In einer EX-Zone könnte so etwas jedoch ausreichen, um eine Explosion auszulösen. Deshalb gibt es spezielle EX-Beleuchtung, die genau dafür entwickelt wurde, solche Gefahren zu vermeiden.
EX-Leuchten bestehen meist aus widerstandsfähigen Gehäusen, die Funken oder heiße Bauteile sicher einschließen. Zusätzlich sind sie so konstruiert, dass weder Staub noch Gase in sensible Teile eindringen können. Jede dieser Leuchten ist mit einer Zertifizierung versehen, die bestätigt, dass sie den strengen Sicherheitsanforderungen der sogenannten ATEX-Richtlinien entspricht.
Die Einteilung von EX-Zonen hilft zu bestimmen, wie hoch das Risiko ist.
- In Zone 0 (für Gase) bzw. Zone 20 (für Stäube) ist die Gefahr am größten, weil hier ständig oder häufig explosionsfähige Atmosphäre vorhanden ist.
- Zone 1 bzw. Zone 21 bedeutet, dass solche Atmosphäre gelegentlich auftreten kann.
- Zone 2 bzw. Zone 22 beschreibt Bereiche, in denen Explosionsgefahr nur selten und für kurze Zeit besteht.
Je höher das Risiko, desto strenger müssen die verwendeten Leuchten geschützt sein. EX-Beleuchtung sorgt also dafür, dass Menschen auch in gefährlichen Bereichen sicher arbeiten können – egal ob in Chemiebetrieben, Tanklagern, Mühlen oder Kläranlagen. Sie ist ein wichtiger Bestandteil beim Schutz von Anlagen und Mitarbeitenden vor Explosionen.
