Kennzeichnung nach ATEX und IECEx – einfach erklärt
ATEX und IECEx Kennzeichungen verstehen
Geräte, die in explosionsgefährdeten Bereichen eingesetzt werden, müssen besonders sicher sein. Damit jeder sofort erkennen kann, ob ein Gerät für eine bestimmte EX-Zone geeignet ist, gibt es klare Kennzeichnungssysteme. Die beiden wichtigsten sind ATEX und IECEx.
ATEX ist die europäische Richtlinie für Geräte in Explosionszonen. Ein Gerät mit ATEX-Kennzeichnung hat bestimmte Prüfungen bestanden und darf innerhalb der EU verwendet werden. Die Kennzeichnung sieht meist so aus:
Ex II 2G Ex db IIC T4 Gb
Diese Angaben wirken kompliziert, lassen sich jedoch einfach erklären:
- „Ex“ zeigt an, dass das Gerät explosionsgeschützt ist.
- Die römische Zahl (z. B. II) zeigt die Gerätegruppe: II bedeutet für alle Industriebereiche außer Bergbau.
- Die Ziffer (z. B. 2) gibt die Kategorie an – je niedriger die Zahl, desto höher der Schutz.
- „G“ bedeutet, dass das Gerät für Gas-Ex-Bereiche geeignet ist (D steht für Staub).
- Weitere Kürzel wie „db“, „e“ oder „ia“ zeigen die verwendete Schutzart.
- „IIC“ bezeichnet die Gasgruppe – je höher der Buchstabe, desto gefährlicher die Gase.
- Die Temperaturklasse, z. B. T4, gibt an, wie heiß das Gerät maximal werden darf.
- „Gb“ ist das Schutzlevel, das zur jeweiligen Zone passt.
IECEx ist ein internationales Zertifizierungssystem, das weltweit anerkannt ist. Auch hier müssen Geräte strenge Prüfungen bestehen, bevor sie eingesetzt werden dürfen. Die Kennzeichnung ähnelt der ATEX-Markierung, ist jedoch weltweit harmonisiert.
Der Vorteil von IECEx: Ein Gerät, das nach diesen Regeln zertifiziert ist, kann in vielen Ländern außerhalb Europas ohne zusätzliche Prüfungen genutzt werden. Das erleichtert den Export und sorgt für ein weltweit einheitliches Sicherheitsniveau.
Beide Systeme – ATEX und IECEx – sorgen dafür, dass in explosionsgefährdeten Bereichen nur Geräte eingesetzt werden, die zuverlässig geprüft und sicher sind. Sie schützen Mitarbeitende, Anlagen und Umwelt vor gefährlichen Explosionen.
